AG PalliativIntens

Sehr geehrte Besucher*innen,

wir heißen Sie herzlich auf der Homepage der Arbeitsgruppe PalliativIntens willkommen.

Die Arbeitsgruppe PalliativIntens ist eine von Frau Dr. Hanne Lademann geleitete, interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus spezialisierten Mediziner*innen sowie Medizinstudentinnen der Universitätsmedizin Rostock. Hierzu gehört der Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik Herr Univ.-Prof. Dr. Jan Däbritz, Herr Prof. Dr. Carl Friedrich Classen, Leiter der Kinderonkologie und -hämatologie, Herr Prof Dr. Peter Kropp, Direktor des Institutes für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, sowie Herr PD Dr. Johannes Ehler, Oberarzt auf der Kinderintensivstation und Herr PD Dr. Olbertz, Chefarzt der Klinik für Neonatologie am Klinikum Südstadt Rostock. Weiterhin werden auch externe Fachärzt*innen für spezifische Fragestellungen hinzugezogen.

Frau Dr. med. Hanne Lademann hat nach ihrem Medizinstudium drei Jahre auf der neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation gearbeitet. Sie wird im Clinician Scientist Programm der Universitätsmedizin Rostock gefördert. 

Ziel des Forschungsbereiches ist es, die Versorgung schwerkranker Kinder auf der neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation (zunächst) in Rostock zu erfassen und zu verbessern. Hierbei geht es besonders um diejenigen Patient*innen, für die durch ihre Diagnose und/oder den Verlauf ihrer Krankheit ein (teil-)palliativer Therapieransatz in Erwägung gezogen werden sollte.

Wir hoffen Ihr Interesse an unserem Forschungsbereich geweckt zu haben.

 

Leitung

Doktorandinnen

cand. med. Maria Schulz

Studentin der Humanmedizin

maria.schulz2{bei}uni-rostock.de

cand. med. Franziska Lwanga

Studentin der Humanmedizin

franziska.lwanga{bei}uni-rostock.de

cand. med. Anna Woratz

Studentin der Humanmedizin

anna.woratz{bei}uni-rostock.de

cand. med. Christa Bartels

Studentin der Humanmedizin

christa.bartels{bei}uni-rostock.de

cand. med. Nele Suhr

Studentin der Humanmedizin

nele.suhr{bei}uni-rostock.de

cand. med. Ariane Wilhelm

Studentin der Humanmedizin

ariane.wilhelm{bei}uni-rostock.de

Klinikinterne Kooperationspartner

Prof. Dr. med. Jan Däbritz, AG Mukosale Immunität

Prof. Dr. med. Carl Friedrich Classen, Sektion für Pädiatrische Onkologie und Palliativmedizin

Dipl.-Psych. Christian Grabautzki, psychologischer Dienst

Universitätsinterne Kooperationspartner

PD Dr. med. habil. Johannes Ehler, Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Perioperative & Interdisziplinäre Kinder-Intensivstation, AG NeuroIntens

Prof. Dr. Peter Kropp, Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Nationale Kooperationspartner

PD. Dr. med. habil. Dirk Manfred Olbertz, Klinik für Neonatologie, Klinikum Südstadt Rostock

Prof. Dr. med. Monika Führer, Kinderpalliativzentrum München, Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Klinikum der Universität München

Dr. phil. Kerstin Hein, Kinderpalliativzentrum München, Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Klinikum der Universität München

 

 

 

 

Projekt "PalliativIntens Team"

Das Projekt PalliativIntens wird aktuell durchgeführt. Es wird über das FORUN-Programm und das Clinician-Scientist-Programm der Universitätsmedizin Rostock gefördert.

Hintergrund

Ca. 40% aller Todesfälle im Kindesalter betreffen die Neonatalperiode. Die Neonaten machen in dieser Gruppe etwa 80% aus und versterben überwiegend auf der neonatologischen IntensivstationDurch die stetige Weiterentwicklung medizinischer Möglichkeiten steigen in der  Neonatologie (neonatal intensive care unit, NICU) und pädiatrische (pediatric intensive care unit, PICU) Intensivmedizin nicht nur Überlebenswahrscheinlich-keiten, sondern auch die Morbidität der betroffenen Patienten. Die Integration einer palliativen Haltung und Praxis in die pädiatrische und neonatologische Intensivmedizin wird immer wichtiger (1-3). Wissenschaftliche Publikationen zu diesem Thema werden seit etwa 20 Jahren verfasst, hierbei liegt der Schwerpunkt auf Reviews, Expertenmeinungen und Erfahrungsberichten (4-6). Die bisher durchgeführten Interventionsstudien konnten zeigen, dass durch die Implementierung einer Handlungsempfehlung signifikante Verbesserungen in der Patientenversorgung erzielt werden konnten (7-10).

Ziel

Ziel dieser Studie ist es den Effekt einer Handlungsempfehlung (standard operation procedure, SOP) auf die Barrieren, psychische Belastung, Haltung bezüglich und Praxis der Versorgung palliatver Patienten auf der lokalen NICU, PICU und perioperativen Intensivstation zu erfassen. Der Fokus des Projektes liegt also auf dem Team.

Methodik

Zunächst wird der palliativmedizinische Versorgungsumfang im Rahmen einer retrospektiven Analyse der Verläufe von schwerkranken Patienten der NICU und PICU in Rostock anhand von definierten Endpunkten bestimmt. Es sind quantitative Mitarbeiterbefragungen (Ärzt*innen, Pflegekräfte, psychosozialer Dienst der NICU und PICU) zur Erfassung der psychischen Belastung durch und Einstellung zur palliativmedizinischen Versorgung schwerkranker Patienten geplant. Es sollen zudem SOPs auf Basis einer systematischen Literaturrecherche mit Schwerpunkten entsprechend einer qualitativen Mitarbeiterbefragung mit semi-strukturierten Einzelinterviews und Inhaltsanalyse (Ärzt*innen, Pflege, psychosozialer Dienst der NICU und PICU) entwickelt werden. Ein Jahr nach Implementierung der SOP sollen Praxis, Haltung und Belastung erneut erfasst werden.

Als Kontrollgruppen für die Items psychische Belastung, Haltung und Barrieren werden Mitarbeiter der NICU und PICU der Universitätsmedizin Greifswald und dem Wilhelmsstift in Hamburg involviert.

Quellen

1 Balaguer, A. et al. BMC Ped. 2012, 2 Catania, TR et al. J Pall Med. 2017, 3 Parravicini, E. Ped. 2017, 4 Dageville, C. et al. Neonatology. 2011, 5 Davidson, JE et al. Crit Care Med. 2017, 6 Frontera, JA et al. Crit Care Med. 2015, 7 Lutmer et al. Ped Crit Care Med. 2016, 8 Samsel und Lechner J Perinat. 2015, 9 Younge et al. J Perinat. 2015, 10 Taylor et al BMJ Supp Pall Care 2018

 

Projekt "PalliativIntens Kids&Parents"

Das Folgeprojekt nach PalliativIntens ist zur Zeit in der Konzeptualisierungsphase. In der Vorarbeit konnten wir dann zeigen, ob durch eine Handlungsempfehlung zur Palliativversorgung auf einer neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation die psychische Belastung der Mitarbeiter reduziert, ihre Einstellung beeinflusst und die hollistische Versorgungsqualität schwerstkranker Patienten verbessert werden konnte.

Ziel

Ziel dieser Folge-Studie wird es sein den Effekt einer nationalen Leitlinie auf die Symptomlast der Kinder und die psychische Belastung, Ängstlichkeit und Lebensqualität der Mütter/ Eltern auf der NICU zu erfassen. Der Fokus des Folgeprojektes liegt also auf den Kindern und Eltern.

Publikationen

Lademann H, Bertsche A, Petzold A, Zack F, Büttner A, Däbritz J, Hauenstein C, Bahn E, Spang C, Reuter D, Warnke P, Ehler J: Acute Disseminated Encephalomyelitis with Seizures and Myocarditis: A Fatal Triad. Medicina 2020;25:227 (6pp)

Lademann H, Abshagen K, Däbritz J, Olbertz DM: Outcome after asphyxia and therapeutic hypothermia in preterm infants: a case series. Submitted 2020.

Lademann H, Gerber B, Olbertz DM, Darvin ME, Stauf L, Ueberholz K, Heinrich V, Lademann J, Briese V: Non-Invasive Spectroscopic Determination of the Antioxidative Status of Gravidae and Neonates. Skin Pharmacol Physiol 2015;28:189–195

Lademann J, Meinke MC, Jung S, Lademann H, Schanzer S, Zastrow L, Köcher W, Darvin ME: Cutaneous carotenoids as marker substances for nutrition and stress. J App Aesth 2015;1.15 (8pp)

Maeter H, Briese V, Gerber B, Darvin ME, Lademann K, Olbertz DM: Case study: in vivo stress diagnostics by spectroscopic determination of the cutaneous carotenoid antioxidant concentration in midwives depending on shift work. Las Phy Lett 2013;10:105701 (6pp)

Kongressbeiträge

Lademann H, Abshagen K, Däbritz J, Olbertz DM. Hypothermiebehandlung nach perinataler Asphyxie - Motorische und kognitive Entwicklung Frühgeborener in den ersten zwei Lebensjahren. PO110. 46. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI). Online-Kongress, 29-31.10.2020

Müller J, Lademann H, Neumann L, Olbertz DM, Däbritz J. Kognitive Entwicklung Frühgeborener unterhalb der 32. SSW und/oder y 1500 g – Korrelation zwischen Risikofaktoren und kognitiver Entwicklungsverzögerungen in den BSID-II. PO111. 46. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI). Online-Kongress, 29-31.10.2020

Lademann H, Neumann L, Müller J, Schulz A, Däbritz J, Olbertz DM. Somatische Entwicklung sehr unreifer Frühgeborener in den ersten zwei Lebensjahren. PO109. 46. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI). Online-Kongress, 29-31.10.2020

Lademann H, Schulz M, Olbertz DM, Däbritz J. Neonatale Palliativversorgung an einem Level I Perinatalzentrum: Eine retrospektive 10-Jahres-Studie. PO137. 46. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI). Online-Kongress, 29-31.10.2020

Lademann H, Schulz M, Classen CF, Junghanss C, Kropp P, Däbritz J, Olbertz DM. Palliativversorgung an einem Level I Perinatalzentrum – Eine retrospektive 10-Jahres-Studie. P106.13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Online-Kongress, 9.-12.09.2020

Lademann H, Olbertz DM, Kropp P, Junghanss C, Däbritz J und Classen CF. Implementierung eines strukturierten Palliativprogrammes in einer neonatologischen sowie einer pädiatrischen Intensivstation. 7. Wissenschaftliche Arbeitstage der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Angenommen 2020, verschoben auf 2021.

Müller J, Lademann H, Olbertz DM, Däbritz J. Früherkennung kognitiver Entwicklungsdefizite sehr unreifer Frühgeborener in den ersten zwei Lebensjahren. P126. 44. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI). Rostock, 07.-09. 06. 2018. Monatsschr Kinderheilkd 2018; 166:S1–S93 

Presse

Beitrag im Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Februar 2021

Beitrag im Unimedialog, Februar 2021 

 

Freie Stellen

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Adresse

Forschungslabor der Kinder- und Jugendklinik

Ernst-Heydemann-Str. 8

18057 Rostock