Beurteilung der Pathogenese von Long Covid

Hintergrund

Im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie hat sich bei einigen Erkrankten eine Chronifizierung der Symptomatiken ausgebildet, zusätzlich wurden neu auftretende Beschwerden beschrieben. Beide persistieren Wochen bis Monate nach der akuten Infektionsphase und umfassen ein breites Spektrum somatischer wie kognitiver Symptome. Dieses Folgeerkrankungsbild wird sowohl bei Erwachsenen als auch bei pädiatrischen Patientengruppen beobachtet und als Long COVID bezeichnet. Long COVID kann erhebliche Auswirkungen auf die Belastungsfähigkeit, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe haben kann. Gleichzeitig stellt die heterogene Symptomatik hohe Anforderungen an Diagnostik, Versorgung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Zielsetzung

Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen von Long COVID zu untersuchen. Im Fokus stehen dabei die Beteiligung des Immunsystems, insbesondere die Rolle aktivierter Immunzellen, funktioneller Veränderungen von Thrombozyten sowie das Vorhandensein und die Wirkung potenzieller Autoantikörper. Durch die Analyse dieser Faktoren sollen biologische Prozesse identifiziert werden, die zur Persistenz der idiopathischen Beschwerden beitragen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Entwicklung präziser diagnostischer Marker und neuer therapeutischer Ansätze beitragen.