B-Zell Immunologie
Hintergrund
B-Zellen können verschiedenste Aufgaben erfüllen. Sie können neben ihrer bekanntesten Wirkungsweise, der Produktion von Antikörpern (sogenannte Immunglobuline: Ig), auch Cytokine sezernieren und als Antigen-präsentierende Zellen wirken. Die Wirkung hängt dabei nicht zuletzt von dem jeweiligen Subtyp und dem Entwicklungsstadium ab. B-Zellen tragen Rezeptoren des angeborenen und des erworbenen Immunsystems und verbinden somit effektiv beide Arme des Immunsystems. Je nach Stimulation über diese Rezeptoren können die unterschiedlichen Funktionen initiiert werden. Besonders interessant sind dabei die Gedächtnis-B-Zellen. Diese Zellen entstehen, wenn eine B-Zelle bereits ihr spezielles Antigen gesehen hat, und sorgen für eine starke Reaktion des Immunsystems und schnelle Bildung von Antikörpern.
Zielsetzung
Untersuchung der Immunkompetenz von B-Zellen Neugeborener und Frühchen: In einem DFG geförderten Projekt werden humane B-Zellen, insbesondere die Gedächtnis-B-Zellen, funktional miteinander verglichen. Dazu werden aufgereinigte, humane B-Zellen über unterschiedliche TLRs mit oder ohne Zugabe weiterer Zytokine stimuliert und in vitro verschiedenste Parameter wie z.B. Proliferation, Ig-Sekretion und Phosphorylierungsgrad bestimmt und für die unterschiedlichen Subsets miteinander verglichen.
Weitergehen untersuchen wir die Rolle epigenetischer Mechanismen auf den Ig-Klassenwechsel bei neonatalen B-Zellen. Neonatale B-Zellen zeigen Defizite im Ig-Klassenwechsel. In unseren Vorarbeiten konnten wir zeigen, dass dies mit einer erhöhten Expression von miR-181b assoziiert ist. Dies soll nun mechanistisch weiter abgeklärt werden.