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AG Hirntumorvakzine

AG Hirntumorvakzine

Glioblastom-Zellinienbank
Entwicklung experimenteller Hirntumortherapien
Immunologisch-onkologische Grundlagenforschung

Leiter der Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. med. Carl Friedrich Classen

Laborleiterin:
Doreen William, M.Sc.

DoktorandInnen:
Julia Schubert, Ärztin
cand med. Poroshista Mokri
cand. med. Madlin Walther
cand. med. Luise Fersterra

Laufende Förderungen:
Der Vorstand der Monika Kutzner-Stiftung zur Förderung der Krebsforschung fördert mit Beschluss vom 20.8.2013 unser Projekt „In vitro Modelle für die Hirntumorforschung: eine detaillierte Vergleichsstudie“: 20 000 €.

Die Lieselotte-Beutel-Stiftung, Berlin/Birkenwerder fördert das Projekt von PD Dr. C.F. Classen und Doreen William: "Einfluss von EGFR auf Progression und Therapieresistenz beim Glioblastoma multiforme“ mit Datum vom 28. 2. 2014 mit € 7.570 €

Erich und Gertrud Roggenbuck-Stiftung zur Förderung der Krebsforschung: „Präklin. Studie zur Wirksamkeit tumorstammzell-inhibierender Substanzen zur Therapie von GBM am Mausmodell.“ Doreen William, M.Sc., und Prof. Dr. Carl Friedrich Classen mit Datum vom 27.4.2016 mit 12 000 €.

Kooperationspartner:

PD Dr. rer. nat. Michael Linnebacher
AG Molekulare Onkologie, Chirurgische Klinik und Poliklinik der Universität Rostock, Abteilung für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie

Dr. med. B. Schneider
Institut für Pathologie, Rostock Dr. med. D. Koczan Institut für Immunologie der Universität Rostock, AG Molekulare Immunologie

Prof. Dr. med. B. Krause
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Rostock

Prof. Dr. med. B. Vollmar
Institut für Experimentelle Chirurgie, Rostock

PD Dr. Andreas Hoeflich
Institut für Genombiologie, Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN), Dummerstorf, Germany

Prof. Dr. med. S. van Gool, M.D., Ph.D.
Medizinische Leitung der Translationalen Onkologie, Immunologisches Onkologisches Zentrum Köln

Abgeschlossene Promotionen:
Dr. med. Till Fadenholz

Dr. med. Anne Pichorner, geb. Enders

Dr. rer. nat. Christina Mullins

Glioblastom-Zellinienbank und orthotopes Mausmodell

Etablierung und Charakterisierung von frühen patientenindividuellen Zellinien hochmaligner Gliome und ihr Einsatz im orthotopen Mausmodell

Hirntumoren machen etwa 20 % der bösartigen Erkrankungen des Kindesalters aus; und unter den Hirntumoren sind wiederum rund 20 % sogenannte hochmaligne Gliome. Diese Art von Tumoren sind auch heute noch - trotz Operation, Bestrahlung und Chemotherapie - für die meisten Betroffenen tödlich. Offenbar bleiben immer bösartige Zellen zurück, aus denen Rückfalltumoren entstehen. Man wünscht sich daher dringend Medikamente, um diese Restzellen effektiv auszuschalten. In den letzten Jahren wurden zahllose Mechanismen in den Stoffwechselwegen der Glioblasmzellen entdeckt, die ihr bösartiges Verhalten bedingen. Für die Therapie stehen neben vielen Zytostatika auch neu identifizierte Wirkstoffe zur Verfügung, die hier gezielt eingreifen - „targeted drugs“, wie zum Beispiel Hemmstoffe gegen das wachstumsfaktorbindende Molekül Epidermal-Growth-Factor-Rezeptor, EGFR. In umfassenden Versuchen wurden diese neuen und alten Substanzen schon an Patienten getestet und enttäuschten durchweg – wahrscheinlich wirken sie nämlich jeweils nur begrenzt und bei einem kleinen Anteil der Patienten. Denn bei jedem Patienten sind die Merkmale der Tumoren und Tumorzellen unterschiedlich.

In Rostock wurden in den letzten Jahren, mit Einverständnis der Patienten und Angehörigen, Gewebeproben von Glioblastomen gesammelt und damit eine Zelllinienbank aufgebaut. So können die Stoffwechselwege von zahlreichen unterschiedlichen Tumoren an lebenden Zellen untersucht werden. In unseren Untersuchungen zeigt sich, dass die genetischen Merkmale und damit das biologische Verhalten der Zellen individuell gänzlich unterschiedlich sind. Auch die Zellkulturbedingungen sind wichtig. Besonders wesentlich ist der EGFR, der bei manchen Glioblastomen ausgeprägt ist, bei anderen nicht. Ziel unserer Forschung ist, Wege zu finden um vorherzusagen, welche Stoffwechselwege bei einem Glioblastom-Patienten jeweils am ehesten für einen gezielten medikamentösen Angriff geeignet sind. Hierzu gehört schließlich auch, dass wir Untersuchungen am lebenden Organismus durchführen. Dafür werden die Patienten-individuellen Glioblastomzellen auf Mäuse übertragen, und in speziellen Verfahren der Kleintierbildgebung wird das Tumorwachstum dargestellt. Wir können dann genau verfolgen, wie die Tumoren in dem einzelnen Tier wachsen.

Ziel unserer Arbeit ist, möglichst genau zu verstehen, welche Wachstumsfaktoren die Glioblastome wachsen lassen, und welche Kombination von Medikamenten dann einem individuellen Glioblastom-Patienten am besten helfen wird.

Publikationsliste Prof. Dr. med. C.F. Classen – hier.

Ausschreibung eines Promotiosstipendiums –

Aktuell wird ein/e DoktorandIn aus den Bereichen Biologie/ Biowissenschaften/ für eine experimentelle Arbeit gesucht: Evaluierung der Inhibition des EGFR-Signalwegs am orthotopen Mausmodell. Einzelheiten finden sie – hier.